Der Gritzner-Chor und CORONA

oder

Machen wir das Beste draus!

Als im März der Lock-Down beschlossen wurde, bedeutete das zunächst einmal das Proben-Aus für alle Chöre.

Aber nicht nur das. Auch unser jährliches Chorwochenende, das im März fest eingeplant, gebucht und vorbereitet war, konnte nicht stattfinden. Das war für uns alle natürlich eine große Enttäuschung, da wir uns schon sehr darauf gefreut hatten.

Alle geplanten Auftritte, das Durlacher Straßenfest und andere Aktivitäten wurden abgesagt. Das bedeutete, keine Einnahmen für die Chorkasse auf unabsehbare Zeit.

Aber wir lassen uns nicht unterkriegen.

Unsere IT-Expertin Svenja organisierte für uns diverse ZOOM-Meetings. So konnten wir uns virtuell austauschen, ein Schwätzchen halten, uns über die aktuellen Corona-Bestimmungen informieren und in Bild und Ton erfahren, wie es anderen Chormitgliedern geht.

Unser Vorsitzender Gerd brachte eine Telefonkette ins Rollen, sodass auch diejenigen, die nicht am PC sitzen wollten oder konnten mit einbezogen waren.

Als das unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt war, trafen sich einige von uns in Biergärten. Den persönlichen Kontakt haben doch viele von uns sehr vermisst und so wurden diese Termine gerne wahrgenommen.

Dann kam der Moment, an dem die Chöre unter Auflagen, wie Hygiene, Abstand usw., wieder mit den Proben anfangen durften. Aber welcher Raum war dafür geeignet? Es musste ein sehr großer Raum sein, damit die erforderlichen Abstandsregelungen eingehalten werden konnten, und, was sehr wichtig war, die Saalmiete musste erschwinglich sein. Schließlich sind uns ja alle Einnahmen weggebrochen. Durch Gerds Bemühungen konnten wir übergangsweise im „Schalander“-Saal des Höpfner Burghofs unterkommen. Der ist tatsächlich groß genug, sodass wir mit knapp 20 Sängerinnen und Sängern unsere Proben wieder aufnehmen konnten.

Das hat so viel Spaß gemacht, wieder einmal gemeinsam zu singen. Durch die Abstandsregelungen ist es natürlich nicht so, wie vor Corona. Seinen Sangesnachbarn hört man nicht mehr wie bisher gewohnt. Daher fühlt man sich eher als Solosänger denn als Chorsänger. Eine ganz besondere Herausforderung! Aber trotzdem, es war schön, unserem Hobby wieder nachgehen zu können.

Wir hatten dann auch wieder den einen oder anderen Auftritt, alle im Freien an der frischen Luft. Auch das war eine neue Erfahrung, denn im Freien verteilen sich die Töne ganz anders. Manche verschwinden auch ungehört in der Atmosphäre. Alles sehr seltsam und trotzdem hatten wir ein kleines Stückchen Normalität wieder. Spaß hatten wir trotzdem und auch unsere Zuhörer waren dankbar für die Abwechslung vom eintönigen Corona-Alltag.

Jetzt haben wir November und der nächste Lock-Down hat uns wieder ausgebremst.

Die Proben müssen wieder ausfallen, das vom März auf den November verschobene Chorwochenende musste erneut abgesagt werden.

Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Svenja organisiert für uns wieder das eine oder andere ZOOM-Meeting. Wir nutzen Telefon, E-Mail, WhatsApp… um mit allen in Verbindung zu bleiben.

Und Gerd ist wieder sehr aktiv auf Suche nach einem geeigneten Probenraum für die Zeit danach.

Wenn wir alle vernünftig und rücksichtsvoll sind und uns an die Auflagen halten, dann werden wir diese schwere Zeit hoffentlich bald überstanden haben und wieder gemeinsam singen können.

In diesem Sinne…bleibt alle gesund.

Bis bald!!!